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Kommunen - Gotha

Thüringer Ordnungsämter müssen oft Verstorbene bestatten

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Gera/Erfurt/Suhl/Nordhause (dpa/th) - Beim Tod von Menschen ohne Angehörige müssen Thüringer Ordnungsämter die Bestattungskosten übernehmen. 2018 kam es öfter vor, dass Ämter die rund 2500 Euro Bestattungskosten aus der Stadtkasse vorschießen und in einigen Fällen auch komplett bezahlten, ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in neun Städten.

Deren Behörden erfassten im vergangenen Jahr fast 550 Fälle, in denen Hinterbliebene von Verstorbenen gesucht und auf ihre Bestattungspflicht aufmerksam gemacht wurden. Gera zählte demnach 127 solcher Bestattungsfälle, Erfurt 95, Jena 75. Aber auch in Gotha (54), Weimar (51), Eisenach (41), Suhl (37), Mühlhausen (35) und Nordhausen (33) hatten die Ämter damit zu tun.

Teils erfuhren die Hinterbliebenen erst auf diesem Wege von den Verwandten, anderen fehlte die Einsicht, dass sie als nahe Verwandte eine Bestattungspflicht haben. Wegen geringer Erfolgsaussichten leiten die Ordnungsämter nur selten ein Bußgeldverfahren ein.