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Kabinett - München

Landesentwicklungsprogramm gebilligt: Weg für Skilift frei

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München (dpa/lby) - Die Reform des Landesentwicklungsprogramms (LEP) ist endgültig beschlossene Sache. Damit ist auch der Weg für eine umstrittene Skischaukel am Riedberger Horn im Allgäu grundsätzlich frei. Nach letzten Änderungen im Landtag brachte das Kabinett die LEP-Reform am Dienstag auf den Weg, sie tritt am 1. März in Kraft.

Mit der LEP-Reform werden unter unter anderem die Regeln für Gewerbegebiete abseits bestehender Siedlungen gelockert - wenn auch nicht so deutlich wie von Heimat- und Finanzminister Markus Söder (CSU) ursprünglich geplant. Die CSU-Fraktion hatte hier nach deutlicher Expertenkritik im Landtag noch einmal nachgebessert.

"Bayerns Stärke liegt im ländlichen Raum - er gehört nicht unter eine Käseglocke, sondern ist Lebens- und Zukunftsraum für mehr als die Hälfte der Menschen in Bayern", erklärte Söder am Dienstag und betonte: "Wir wollen kein Bayern der zwei Geschwindigkeiten, sondern einen starken ländlichen Raum mit besten Zukunftsperspektiven."

Mit der LEP-Änderung ist auch der Weg für einen neuen Skilift am Riedberger Horn frei. Damit wollen die Gemeinden Balderschwang und Obermaiselstein ihre Skigebiete verbinden, um angesichts der Konkurrenz in Österreich attraktiv zu bleiben. Dafür werden nun 80 Hektar dafür benötigte Fläche aus der strengsten Alpen-Schutzzone C herausgenommen - und eine Ersatzfläche von 304 Hektar neu dort aufgenommen. Den Liftbau an sich muss allerdings vom zuständigen Landratsamt endgültig geprüft und genehmigt werden. Ob das Projekt am Ende umgesetzt werden kann, ist aber auch aus einem anderen Grund noch offen: Kritiker des Projekts haben längst mit Klagen gedroht.