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Kabinett - Magdeburg

Gesundheitskabinett: Mehr Geld für Hochschulmedizin

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Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Landesregierung hat ihr Bekenntnis erneuert, den Investitionsstau an den beiden Universitätskliniken künftig beseitigen zu wollen. Bei der Aufstellung des Haushalts für 2020/21 sollten für Investitionsmaßnahmen zusätzliche Gelder zur Verfügung gestellt werden, kündigte Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) am Dienstag in Magdeburg an. Zuvor hatte sich das Kabinett mit Experten aus dem Gesundheitswesen getroffen.

Erst vor Kurzem waren 1,2 Millionen Euro Planungsmittel freigegeben worden für dringliche Projekte am Uniklinikum Magdeburg. Willingmann betonte: "Wir stehen dazu, dass wenn jetzt etwas geplant wird, es auch möglichst schnell umgesetzt werden sollte." Per Hochschulmedizingesetz sollten zudem die Leitungen der Universitätskliniken gestärkt werden. Es sollen mehr Pilotprojekte ermöglicht und auf Sicht die Bauherreneigenschaft übertragen werden. Wichtig seien aber auch Kooperationen der Unikliniken mit anderen Krankenhäusern.

Finanzminister André Schröder (CDU) sprach von 13 geplanten großen Baumaßnahmen für das Uniklinikum Magdeburg mit einem Volumen von 150 Millionen Euro bis zum Jahr 2023. Für Halle seien gut 120 Millionen Euro vorgesehen. Schröder bezeichnete das als klares Bekenntnis. Zudem solle es in bestimmten Fällen einfacher für die Kliniken werden, Kredite aufzunehmen. Das betreffe Investitionen, die Erlöse steigern oder oder zur Kostensenkung beitragen, sagte Schröder.

Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sagte, die Krankenkassen und der Medizinische Dienst hätten signalisiert, das Uniklinikum Magdeburg unterstützen zu wollen bei der Abrechnung offenstehender Leistungen. So könne das Defizit für das Jahr 2018 möglicherweise noch etwas gesenkt werden. Grimm-Benne äußerte zudem die Hoffnung, dass sich der Bund künftig finanziell einbringt in die Finanzierung der Hochschulmedizin und auch der anderen Krankenhäuser.