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"Urban 20": Metropolen wollen Laboratorien der Zukunft sein

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Tokio (dpa/lno) - Als eine von 30 Städten aus den 20 größten Volkswirtschaften der Welt fordert Hamburg eine stärkere Zusammenarbeit bei Klimaschutz, sozialer Integration und nachhaltigem Wachstum. Beim "Urban 20 Mayors Summit" in Tokio appellierten Vertreter der Metropolen an ihre Regierungen, dabei das Potenzial der Städte besser zu nutzen. "Die Städte der Welt sind Laboratorien der Zukunft", sagte Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne), der die Hansestadt bei dem Treffen in Tokio vertrat.

"Wir kennen die Probleme aus erster Hand - und wir arbeiten jeden Tag an den Lösungen", sagte er. Die Urban 20 wollten deshalb erreichen, "dass die Stimme der Städte in der internationalen Diskussion gehört und ihr Wissen genutzt wird."

In der gemeinsamen Erklärung, die dem Gastgeber des nächsten G20-Gipfels Ende Juni in Osaka, Japans Premierminister Shinzo Abe, übergeben wurde, sprechen sich die Städte unter anderem für ehrgeizigere Maßnahmen zum Klimaschutz, zur Förderung erneuerbarer Energien und zur Schaffung von Wohnraum aus. Außerdem treten sie für die Abschaffung des Lohngefälles zwischen Männern und Frauen, die Integration von Einwanderern und die Entwicklung einer nachhaltigen und qualitativ hochwertigen Infrastruktur ein.

Die versammelten Städte der "Urban 20"-Initiative repräsentieren zusammen 126 Millionen Einwohner. Mit dabei sind neben Tokio und Hamburg unter anderem auch Berlin, Amsterdam, Buenos Aires, Chicago, Johannesburg, London, Los Angeles, Madrid, Mexico City, New York, Osaka, Paris, Rio de Janeiro, Rom und Sydney.