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Ministerpräsident Weil beginnt Moskau-Visite

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Hannover (dpa/lni) - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat am Sonntag seinen dreitägigen Besuch in Moskau begonnen. Am Nachmittag landete Weil in der russischen Hauptstadt. Dort stehen am Abend Gespräche mit Vertretern der deutschen Außenhandelskammer an.

Weils Besuch fällt in eine Phase erneuter Spannungen zwischen Russland und der Ukraine. Die russische Küstenwache hatte am letzten November-Wochenende Boote der ukrainischen Marine gewaltsam an der Durchfahrt in der Meerenge von Kertsch gehindert. Kiew hatte daraufhin in einigen Regionen das Kriegsrecht ausgerufen.

Vor der Abreise plädierte Weil dafür, auch in schwierigen Zeiten den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen. Für Montag ist eine Begegnung mit Vize-Ministerpräsident Dmitri Kosak geplant. Der 60-jährige Politiker, der mit der Aufsicht über die Organisation der Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 beauftragt war, gilt als enger Vertrauter von Präsident Wladimir Putin.

Am Dienstag will sich Weil mit dem Chef des Meinungsforschungsinstituts Lewada und mit dem Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin treffen. Ähnlich wie Vize-Ministerpräsident Kosak ist der 60-jährige Sobjanin ein langjähriger Wegbegleiter Putins. Sobjanin hat sich mit Prestigeprojekten wie spektakulären Parks, einer neuen Ringbahn und Flaniermeilen als Modernisierer der Zwölf-Millionen-Metropole profiliert.