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International - Hamburg

CDU fordert verstärkte Kooperation Hamburgs im Ostseeraum

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Hamburg (dpa/lno) - Die CDU in der Bürgerschaft fordert einen Ausbau der Zusammenarbeit Hamburgs mit den Regionen der westlichen Ostsee. Die 1999 zunächst von Deutschland und Dänemark vereinbarte STRING-Kooperation stelle mittlerweile "eine gewachsene Initiative von neun Regionen aus vier Ländern dar, die 11,5 Millionen Menschen beheimatet", heißt es in einem Antrag für die Sitzung der Bürgerschaft in der kommenden Woche. Dieses Potenzial müsse "endlich ausgeschöpft werden", forderte der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion, Michael Westenberger.

Die STRING-Region erstreckt sich von Hamburg über Schleswig-Holstein, die dänische Insel Seeland mit der Hauptstadt Kopenhagen, die schwedische Westküste mit den Städten Malmö und Göteborg bis zur norwegischen Hauptstadt Oslo und die sie umgebende Provinz Akershus. Die Kooperation setzt auf den Ausbau von Infrastruktur und Umwelttechnologien. Die Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum seien in der STRING-Kooperation längst vorhanden, sagte Westenberger der Deutschen Presse-Agentur. "Es liegt nun an Hamburg, noch stärker an dieses Netzwerk anzuknüpfen."

In dem Antrag wird der Senat aufgefordert, die Chancen in diesen Regionen zu identifizieren, deren Förderung der Wirtschaftsleistung Hamburgs und dem Güterumschlag im Hafen zugute kommen würden, und der Bürgerschaft zu berichten. Aktuell könne Hamburg diese Chancen aufgrund infrastruktureller Probleme nicht nutzen, sagte Westenberger. "So muss es endlich Fortschritte bei der Fehmarnbelt-Querung geben und mehr Unternehmen gezielt im Ostseeraum angesiedelt werden."

Um in Zeiten von Verschiebungen der Handelsströme - etwa durch die Neue Seidenstraße - auf dem globalen Markt bestehen zu können, müsse in größeren Wirtschaftsräumen gedacht werden. "Wir fordern den Senat auf, diesen Weg konsequent zu gehen, statt im kleinstaatlichen Karo zu verharren."