bedeckt München 15°

Flüchtlinge - Rostock

Marineinspekteur begrüßt Entscheidung zu Rückzug von Sophia

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Rostock (dpa/mv) - Der Inspekteur der Deutschen Marine, Andreas Krause, hat die Entscheidung begrüßt, bis auf weiteres keine neuen Schiffe für die Operation Sophia im Mittelmeer bereitzustellen. "Die freifallenden Seetage können wir sehr gut nutzen, um an Übungen im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung teilzunehmen", sagte Krause am Mittwoch in Rostock. Wenn sich die Politik entscheide, wieder an Sophia teilzunehmen, sei die Marine dazu nach kurzer Vorwarnung in der Lage. "Diese Flexibilität ist der Marine inne." Er sei als Vorgesetzter froh, dass er seinen Soldaten mehr Übungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen könne.

Deutschland hatte am Dienstag angekündigt, bis auf weiteres keine neuen Schiffe für Sophia bereitzustellen. Der Einsatzgruppenversorger "Berlin" werde nun im Februar nicht mehr ins Mittelmeer fahren, um die Fregatte "Augsburg" in dem Einsatz abzulösen. Die "Berlin" werde sich im sogenannten Nordflankenraum aufhalten und an multinationalen Übungen teilnehmen, sagte Krause.

Ein Grund für die Entscheidung ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur der weiter ungeklärte Streit darüber, was mit Migranten passiert, die während des Einsatzes aus Seenot gerettet werden müssen.