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Flüchtlinge - Rendsburg

Flüchtlingsunterkunft Rendsburg wiedereröffnet

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Kiel (dpa/lno) - In die wiedereröffnete Landesunterkunft Rendsburg sind am Montagmittag die ersten 39 Flüchtlinge eingezogen. Insgesamt sollen in der früheren Feldwebel-Schmid-Kaserne 500 Flüchtlinge untergebracht werden. Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) hatte betont: "Das Land ist froh, mit der neuen Einrichtung an die guten Erfahrungen mit dem Standort Rendsburg anknüpfen zu können." Die Landesunterkunft war zum 1. Juli 2018 geschlossen worden.

Pläne des Innenministeriums, die Kapazitäten der Erstaufnahme in Neumünster von 1000 auf 1500 Plätze zu erweitern, scheiterten am Widerstand der Stadt Neumünster. In der Landesunterkunft Boostedt bei Neumünster wird die Belegung reduziert.

Die Landesunterkunft Rendsburg wird zu vier Fünfteln mit Flüchtlingen aus Boostedt und zu einem Fünftel mit Flüchtlingen aus der Erstaufnahmeeinrichtung Neumünster belegt. In Rendsburg werden laut Grote 400 Flüchtlinge in Häusern untergebracht, 100 in Wohncontainern - im Durchschnitt etwa drei Monate lang.

Geplant sei wieder eine Belegung mit Menschen unterschiedlicher Bleibeperspektiven, hieß es aus dem Ministerium. Die Regelunterbringung werde in Doppelzimmern sein.

Betreuungsorganisationen und Sicherheitsdienst hätten ihr Personal moderat aufgestockt und seien rund um die Uhr in der Unterkunft präsent, sagte Grote. Die Polizeistation werde - wie bereits vor dem Leerstand - mit fünf Kräften besetzt. Je nach Bedarf seien werktäglich ein oder zwei Ärzte und zumeist drei Arzthelfer dort.