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Flüchtlinge - Frankfurt am Main

Flüchtlingsorganisationen kritisieren Ausländerbehörde

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Flüchtlingsorganisationen und Sozialverbände haben die Frankfurter Ausländerbehörde wegen ihres Umgangs mit Asylsuchenden kritisiert. Wie der Hessische Flüchtlingsrat am Montag mitteilte, geht es unter anderem um lange Wartezeiten auf Arbeitserlaubnisse und eine fehlende Sicherheit für Menschen, die eine Ausbildung machen.

So sei es keine Ausnahme, dass Flüchtlinge mehr als sechs Monate auf eine Arbeitserlaubnis der Behörde warten müssten, obwohl sie bereits eine Zusage von einer Firma oder einem Ausbildungsbetrieb bekommen hätten, heißt es in einem offenen Brief an Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Dadurch seien die Unternehmen oft gezwungen, andere Kandidaten einzustellen.

Zudem fordere die Ausländerbehörde ohne gesetzliche Grundlage von Flüchtlingen, ihre bestehenden Arbeitsverhältnisses abzubrechen oder verweigere ihnen grundlos die Arbeitserlaubnis. Das Büro des Oberbürgermeisters war am Montag zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Die Verbände und Organisationen fordern unter anderem, dass die Mitarbeiter der Frankfurter Ausländerbehörde besser geschult werden und bei ihren Entscheidungen mehr Spielraum zu Gunsten der Betroffenen bekommen.