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Extremismus - Hannover

Präventionsstelle gegen Islamismus kümmert sich um Kinder

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Hannover (dpa/lni) - Die Berater der Präventionsstelle gegen islamistische Radikalisierung in Niedersachsen haben es knapp vier Jahren nach dem Start vielfach mit Kindern zu tun. Verstärkt rücke das Phänomen der zweiten Generation von Islamisten statt ausreisewilliger potenzieller Terrorkämpfer in den Fokus, berichtet die Präventionsstelle "beRATen" in Hannover. Mit der Initiative wollen Land und islamische Verbände ein Abgleiten junger Menschen in radikale Kreise verhindern.

Dabei gehe es um die Kinder der aus Syrien und dem Irak nach Niedersachsen zurückgekehrten Islamisten sowie um den Nachwuchs junger hierlebender Salafisten. Deren landesweite Zahl stagniert inzwischen seit längerem bei 880.

"Wir hatten mit so einem Phänomen in Deutschland noch nicht zu tun", sagt eine Beraterin. Fall für Fall prüfe die Beratungsstelle, wie am sinnvollsten mit den jungen Menschen umzugehen ist. Selbst bei Kindergartenkindern werden im Einzelfall Auffälligkeiten beobachtet. Um die Betreuung der Rückkehrer selber kümmert sich die Kompetenzstelle Islamismusprävention Niedersachsen. Darin arbeiten Polizei, Verfassungsschutz, Landespräventionsrat sowie das Kultus- und Sozialministerium zusammen.