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Extremismus - Dresden

Verfassungsschutz stellt Jahresbericht vor

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Dresden (dpa/sn) - Sachsens Verfassungsschutz stellt heute in Dresden seinen Jahresbericht 2018 vor. Ein Schwerpunkt dürfte dabei der Rechtsextremismus sein. Behördenchef Gordian Meyer-Plath hatte schon zu Jahresanfang auf neue Trends in der Szene aufmerksam gemacht. Während die rechtsextreme NPD in Sachsen kaum noch eine Rolle spielt, habe ein überregionales Netzwerk muslimen- und fremdenfeindlicher Rechtsextremer eine neue und gut vernetzte Struktur gebildet, hieß es damals. Deutlich geworden war das große Mobilisierungspotenzial auch nach dem gewaltsamen Tod eines Deutschen am Rande des Chemnitzer Stadtfestes im vergangenen August.

Der rechtsextremen Musikszene in Sachsen werden derzeit 27 Bands und 3 Liedermacher zugerechnet. 2018 registrierte das Landesamt für Verfassungsschutz 28 Konzerte und damit vier mehr als im Jahr zuvor. Die meisten gab es bislang im Jahr 2011 mit 42 Konzerten. Auch auf den linksextremen Musikbetrieb blicken die Verfassungsschützer mit zunehmender Sorge. Hier sind 11 Bands im Visier der Verfassungsschützer. 2018 gab es 40 Veranstaltungen dieser Szene.