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Extremismus - Berlin

Senat plant neues Projekt gegen Antisemitismus

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Berlin (dpa/bb) - Der Berliner Senat und mehrere Kooperationspartner starten ein neues Projekt gegen Judenhass. Unter dem Motto "Tu' was gegen Antisemitismus" ist eine Reihe von Dialogveranstaltungen geplant, in die Jugendeinrichtungen, Nachbarschaftszentren, Vereine, kirchliche Einrichtungen und andere Initiativen eingebunden werden. So sollen mehr Menschen in die Lage versetzt werden, Antisemitismus zu erkennen, zu benennen und sich dagegen positionieren zu können, wie die Senatskanzlei am Dienstag mitteilte. Initiatoren des Projekts sind die Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement, Sawsan Chebli, sowie die F. C. Flick Stiftung und die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus.

Jüdische Organisationen ebenso wie Politiker beklagten zuletzt eine Zunahme von Antisemitismus in Berlin. So zählte die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) im Vorjahr 1083 entsprechende Zwischenfälle - 14 Prozent mehr als 2017. Besonders besorgniserregend sei eine fortschreitende Gewaltbereitschaft und Verrohung. Auch andere Institutionen wie die Polizei sehen einen steigenden Trend bei antisemitischen Vorfällen. Vor diesem Hintergrund beschloss der Senat im März ein umfassendes Konzept, um stärker gegen Judenhass vorzugehen. Ein Punkt dabei ist eine engere Kooperation mit Gedenkstätten oder Vertretern des jüdischen Lebens, um etwa Schülern das Thema näher zu bringen.