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EU - Wiesbaden

4,7 Millionen Hessen sind zur Europawahl aufgerufen

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Wiesbaden (dpa/lhe) - Bei der Europawahl am kommenden Sonntag (26. Mai) können rund 4,7 Millionen Hessen über die Sitzverteilung im EU-Parlament mitbestimmen. 40 Parteien und sonstige politische Vereinigungen haben ihre Kandidaten ins Rennen geschickt. Neben den wahlberechtigten Deutschen können sich auch rund 400 000 in Hessen lebende Unionsbürger an der Wahl beteiligen.

In Hessen hat nur die CDU eine eigene Landesliste mit Kandidaten aus dem Land für die Abstimmung eingereicht. Bei allen anderen Parteien und politischen Vereinigungen sind es Bundeslisten.

Für die Christdemokraten geht der Jurist und Marburger Hochschulprofessor Sven Simon als Spitzenkandidat ins Rennen. Der Gießener Politikwissenschaftler Udo Bullmann steht für die SPD auf der Bundesliste auf Platz zwei. Der Biobauer Martin Häusling aus dem nordhessischen Bad Zwesten ist bei den Grünen genauso auf Rang sechs gelistet wie der aus Gießen stammende Restaurantfachmann Ali Al-Dailami für die Linke.

Die Generalsekretärin der Bundes-FDP mit Wahlkreis in Frankfurt, Nicola Beer, ist die Spitzenkandidatin der Liberalen bei der Europawahl. Der Vorsitzende des FDP-Kreisverbandes Frankfurt, Rechtsanwalt Thorsten Lieb, steht auf Platz sechs der FDP-Bundesliste. Für die AfD kandidiert Christine Anderson aus Limburg auf Rang acht.

Bei der vergangenen Europawahl im Jahr 2014 hatten sechs deutsche Abgeordnete ihren Wohnsitz in Hessen. Deutschland entsendet insgesamt 96 Abgeordnete ins Europäische Parlament.

Die hessische CDU musste vor fünf Jahren im Vergleich zur vorangegangenen EU-Wahl deutliche Verluste einfahren und kam auf 30,6 Prozent der Stimmen. Die SPD erzielte mit klaren Zuwächsen 30,3 Prozent, auch die Linke legte auf 5,6 Prozent zu. Federn lassen mussten die Grünen (12,9 Prozent) und vor allem kräftig die FDP (4,1 Prozent). Die AfD erreichte bei der Europawahl in Hessen aus dem Stand 9,1 Prozent.

Die Wahlbeteiligung in Hessen stieg 2014 zwar von 37,9 Prozent (2009) auf 42,2 Prozent - lag aber dennoch deutlich unter dem Bundesschnitt. Um dem europafeindlichen Populismus entgegen zu treten, sei eine Teilnahme an der Europawahl wichtiger denn je, hatte Hessens Europaministerin Lucia Puttrich (CDU) diese Woche im Landtag in Wiesbaden betont.