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Deutsche Seehäfen wollen Klarheit: Brexit ist "Trauerspiel"

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Hamburg (dpa/lno) - Die deutschen Seehäfen haben rasche Klarheit über die Modalitäten des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union angemahnt. Mit der Ablehnung des Austrittsvertrages durch das britische Unterhaus halte die Unsicherheit "kurz vor Frist" an, sagte der Hauptgeschäftsführer vom Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), Daniel Hosseus, der Deutschen Presse-Agentur.

"Die ganz Brexit-Geschichte ist ein Trauerspiel." Zwar habe sich die Hafenwirtschaft an Nord- und Ostsee auf alle Szenarien vorbereitet. "Doch natürlich liegt ein geordneter Übergang im Interesse aller, wenn es denn sein muss. Darauf sollten alle Anstrengungen abzielen", sagte Hosseus.

Das Unterhaus hatte am Dienstagabend in London mit überwältigender Mehrheit gegen das Austrittsabkommen gestimmt, das Premierministerin Theresa May mit der EU vereinbart hatte. Großbritannien will die Europäische Union am 29. März verlassen. Gibt es bis dahin keine Einigung, droht ein Austritt aus der Staatengemeinschaft ohne Abkommen. Für diesen Fall wird mit chaotischen Folgen für die Wirtschaft und viele andere Lebensbereiche gerechnet.