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Demonstrationen - Schwerin

Jugendliche gründen Klima- und Nachhaltigkeitsrat

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Schwerin (dpa/mv) - Jugendliche wollen gemeinsam mit der Landesregierung einen Klima- und Nachhaltigkeitsrat gründen, um den Klimaschutz in Mecklenburg-Vorpommern schneller voranzubringen. Dies vereinbarten Vertreter der Umweltbewegung "Fridays for Future" bei einem Treffen mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Umweltminister Till Backhaus (beide SPD) am Dienstag in der Schweriner Staatskanzlei.

"Wir haben über Möglichkeiten gesprochen, wie wir uns einbringen können", sagte die 16-jährige Theresia Crone aus Schwerin nach dem Treffen. Die Jugendlichen präsentierten Schwesig und Backhaus einen Katalog mit neun Forderungen. Dazu gehören ein Schülerfreizeitticket für den öffentlichen Nahverkehr, der komplette Umstieg Mecklenburg-Vorpommerns auf erneuerbare Energien und die Abschaltung des Kohlekraftwerks in Rostock. Das Ziel der Vereinten Nationen, den globalen Temperaturanstieg unter 1,5 Grad zu halten, sei entscheidend für die Zukunft, ergänzte Alexia Wolf.

Schwesig sagte, die Forderungen der jungen Menschen für den Schutz des Klimas und der Umwelt seien mehr als berechtigt. Sie seien realistisch. Die Jugendlichen sollten mehr einbezogen werden. Backhaus betonte, Mecklenburg-Vorpommern habe schon eine Vorreiterrolle im Klimaschutz in Deutschland. "Wir müssen aber besser werden, zum Beispiel bei der Mobilität und bei alternativen Antrieben."