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Demonstrationen - Mainz

Hunderte marschieren für Frieden

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Mainz/Saarbrücken (dpa/lrs) - Hunderte Menschen haben mit Ostermärschen in Rheinland-Pfalz und im Saarland für Frieden und Abrüstung demonstriert. Allein in Saarbrücken gingen nach Angaben der Polizei bis zu 800 Teilnehmer unter dem Motto "Nein zum Krieg - abrüsten statt aufrüsten" auf die Straße. In Mainz hatten sich nach Einschätzung der Veranstalter gut 300 Menschen eingefunden.

Die Polizei in Saarbrücken sprach von "einer Veranstaltungen ganz im Sinne des Gedanken". Es sei zu keinen Störungen oder Zwischenfällen gekommen. Auch der Veranstalter im Frankfurter Gewerkschaftshaus nannte die Veranstaltungen "so angenehm wie das Wetter". Die Teilnehmerzahl sei an fast allen Kundgebungsorten, besonders in Saarbrücken, deutlich höher als in den Vorjahren gewesen. Viele Schülerinnen und Schüler hätten zudem zu einer Verjüngung der Marschgruppen geführt.

Die Wurzeln der Ostermarschbewegung liegen im Protest gegen das atomare Wettrüsten während des Kalten Krieges. Begonnen hat die Tradition Ende der 1950er Jahre in Großbritannien. Zum ersten Ostermarsch in der Bundesrepublik kamen 1960 etwa 1000 Menschen. 1968 und 1983 erlebten die Ostermärsche hierzulande ihre Höhepunkte mit Hunderttausenden Demonstranten. In den Jahren danach verlor die Bewegung an Zulauf.

Die Ostermärsche wurden organisiert vom Netzwerk Friedenskooperative. Die diesjährigen Osteraktionen der Friedensbewegung begannen am gestrigen Karfreitag mit den traditionellen Ostermärschen, mit Demonstrationen, Kundgebungen und Friedensgottesdiensten. Für Montag sind in Rheinland-Pfalz weitere Märsche geplant.