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Demonstrationen - Hannover

Tausende Schüler gehen für mehr Klimaschutz auf die Straße

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Hannover (dpa/lni) - Tausende Schüler haben in Niedersachsen und Bremen am Freitag im Rahmen der "Fridays for Future"-Kampagne für mehr Klimaschutz demonstriert. In Hannover und Bremen waren jeweils rund 5000 Menschen auf der Straße, wie die Polizei mitteilte. In Braunschweig gingen die Beamten von 2000 Teilnehmern aus. Landesweit setzten sich die Protestzüge am Vormittag und Mittag in Bewegung.

"Es wird nicht genug für den Planeten getan", sagte die 17 Jahre alte Marlena in Hannover. Die 16-jährige Marie forderte: "Wir müssen jetzt handeln, sonst ist es zu spät." Auch Eltern und Lehrer beteiligten sich.

Unterstützung kam von der Lehrergewerkschaft GEW. "Alle, die für die Klimapolitik verantwortlich sind, täten gut daran, das Belächeln oder Kleinreden der Protestierenden endlich zu beenden", sagte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth. Zugleich forderte sie, dass Politiker nicht nur die Proteste unterstützen, sondern auch Taten folgen lassen sollten.

Der Philologenverband Niedersachsen hatte die Demonstrationen während der Unterrichtszeiten hingegen scharf kritisiert. Die Umsetzung der Schulpflicht werde auf die Lehrkräfte abgewälzt, während die Politiker auf einer Sympathie-Welle mitsurften, sagte der Vorsitzende des Philologenverbandes Niedersachsen, Horst Audritz.

Weltweit fanden die Proteste in mehr als 100 Ländern statt. Sie gehen auf eine Initiative der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg zurück. Nach ihrem Vorbild gehen Schülerinnen und Schüler während der Unterrichtszeit gegen die aktuelle Klimapolitik auf die Straße.