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Demonstrationen - Hamburg

Nach Lübcke-Mord: Demo gegen rechte Gewalt in Hamburg

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Hamburg (dpa) - Rund zwei Wochen nach dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke haben in Hamburg wenige hundert linke Demonstranten und Autonome gegen rechte Gewalt protestiert. Die Polizei sprach am Montagabend von rund 200 Teilnehmern, Beobachter gingen von einer etwas höheren Zahl aus. Die Demonstranten versammelten sich zunächst vor dem linksautonomen Kulturzentrum Rote Flora, um von dort zum Neuen Pferdemarkt zu ziehen. Der Protestzug blieb abgesehen von kleinen Rangeleien nach Polizeiangaben zunächst friedlich.

Die Demonstranten machten sich mit Plakaten und Sprechchören für eine "solidarische Gesellschaft ohne Hass und Ausgrenzung" stark. Lübcke war Anfang Juni vor seinem Wohnhaus erschossen worden. Die Bundesanwaltschaft geht von einem politischen Attentat mit einem rechtsextremen Hintergrund aus. Sie ermittelt gegen den 45-jährigen Stephan E., der einschlägig vorbestraft ist. Er sei dringend verdächtig, Lübcke heimtückisch durch einen Kopfschuss getötet zu haben.