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Demonstrationen - Berlin

Drei Antirassismus-Demonstration für den Herbst geplant

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Berlin (dpa/bb) - Mit drei größeren Demonstrationen wollen zivilgesellschaftliche Bündnisse im Herbst ein Zeichen gegen Rassismus und für mehr Solidarität in der Gesellschaft setzen. Zu den Aktionen in Berlin, Hamburg und München werden jeweils mehrere Zehntausend Menschen auf den Straßen erwartet, wie die Veranstalter am Donnerstag mitteilten. Die Gruppen "#ausgehetzt/NoPAG", "Seebrücke", "#unteilbar" und "We'll Come United" stehen hinter den Demonstrationen.

Das Bündnis "#unteilbar" organisiert den Protestmarsch in Berlin am 13. Oktober. Einen Aufruf des Bündnisses zu der Aktion unterzeichneten unter anderen der Satiriker Jan Böhmermann, die Publizistin Carolin Emcke sowie die Bands Die Ärzte und Feine Sahne Fischfilet.

Das genaue Programm für die Aktion in Berlin soll nächsten Donnerstag veröffentlicht werden. Bekannt ist bislang, dass die Demonstration am 13. Oktober am Alexanderplatz starten und an der Siegessäule enden soll. Um 17.00 Uhr ist dort eine Abschlusskundgebung geplant. Die Polizei wird aufgrund der Größe bei dem Marsch dabei sein, wie eine Sprecherin mitteilte. Weitere Informationen gab es zunächst nicht. Laut Veranstalter sollen Details bei einer Pressekonferenz kurz vor der Demonstration im Haus der Bundespressekonferenz genannt werden.

In Hamburg ist die Aktion für den 29. September geplant. Sie wird von dem Netzwerk "We'll Come United" organisiert, das aus migrantischen Gruppen und selbstorganisierten Geflüchteten besteht. In München soll es am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) eine Protestaktion geben. Die Initiatoren "#ausgehetzt" und "#noPAG" veranstalteten jeweils bereits im Mai und Juni eine Demonstration mit über 40 000 Teilnehmer.

Die Demonstrationen finden vor dem Hintergrund der rechten Kundgebungen in Chemnitz und Köthen statt. Das Bündnis will sich gegen diese ausländerfeindlichen Demonstrationen stellen. "Wir sind mehr. Wir sind diejenigen, die die Menschenrechte einfordern, bekräftigen", betonte die Initiatorin von "#unteilbar", Anna Spangenberg.