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Merkel am Tag nach dem Zitteranfall: "Mir geht es sehr gut"

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Am Dienstag hatte Angela Merkel beim Empfang des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erheblich gezittert, während sie auf das Abschreiten der Ehrenformation der Bundeswehr wartete. Foto: Wolfgang Kumm

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Goslar/Berlin (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach ihren gesundheitlichen Problemen vom Vortag versucht, Sorgen um ihren Gesundheitszustand zu zerstreuen. "Mir geht es sehr gut", sagte Merkel am Mittwoch bei einer Diskussion mit Schülern in der historischen Kaiserpfalz in Goslar.

Sie habe ihr Wasserglas schon neben sich. Bei den aktuell hohen Temperaturen solle man "nicht zuviel Kaffee trinken und mehr Wasser". Zuvor hatte sie schon auf eine Reporterfrage, wie es ihr nach dem Vorfall mit starkem Zittern gehe, gesagt: "Wunderbar. Interessant ist es hier."

Merkel besichtigte gemeinsam mit ihrem früheren Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) und dessen kleiner Tochter Marie das Museumsbergwerk Rammelsberg. Gabriel ist Ehrenbürger seiner Heimatstadt Goslar. Er hatte den Besuch der Kanzlerin vermittelt.

Am Dienstag hatte Merkel bei einem Empfang des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erheblich gezittert. Während sie gemeinsam mit Selenskyj auf das Abschreiten der Ehrenformation der Bundeswehr wartete, begannen ihre Beine und ihr Körper heftig zu zittern.

Als sie mit dem Präsidenten dann die Formation abschritt, hatte sich das sichtbar wieder gelegt. Ursache war offenbar eine Dehydrierung wegen des heißen Wetter und zu geringer Flüssigkeitsaufnahme. Nach Angaben der Regierung nimmt Merkel alle angekündigten Termine dieser Woche wahr.

Am Mittwochmorgen leitete die Kanzlerin bereits wie üblich die Sitzung des Kabinetts. Ihr Zittern vom Vortag war dabei nach Angaben von Teilnehmern kein Thema - weder beim Vorgespräch von Unionsseite noch im Kabinett selbst und auch nicht am Rande. Am Mittwochmittag flog sie dann mit dem Hubschrauber zum Besuch von Goslar am Rande des Harzes. Nach dem Besuch dort wollte sie noch am späten Nachmittag nach Dresden weiterfliegen. Dort war ein Termin zum Themenbereich künstliche Intelligenz geplant.