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Bundesregierung - Magdeburg

Haseloff: Neue Jobs in Kohleregionen für nächste Generation

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Magdeburg/Berlin (dpa/sa) - Im Ringen um den Kohleausstieg geht es aus Sicht von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff vor allem um die Jobs der nächsten Generationen. Die geforderten alternativen Arbeitsplätze in den Revieren seien nicht nur für die jetzigen Braunkohle-Kumpel gedacht, sondern für deren Kinder und Enkel, sagte der CDU-Politiker am Dienstag dem Radiosender MDR Aktuell.

Er verwies auf das Beispiel Ruhrgebiet. Dort seien einst für die betroffenen Mitarbeiter akzeptable Vorruhestandsregelungen gefunden worden. "Aber deren Kinder und Enkelkinder sitzen teilweise heute noch in der zweiten, dritten Generation in der Arbeitslosigkeit und das wollen wir nicht."

Haseloff wollte ebenso wie seine Amtskollegen Michael Kretschmer, Armin Laschet (beide CDU) und Dietmar Woidke (SPD) aus Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg am Dienstag zu einem Kohlegipfel nach Berlin reisen. Dort wollen sie von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihren zuständigen Ministern klare Zusagen, wie das Kohle-Ende in den betroffenen Regionen aufgefangen werden soll.

Bis Monatsende soll ein von der Bundesregierung berufenes Expertengremium neben Vorschlägen für neue Wirtschaftsimpulse in den Revieren auch ein Datum für den Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohle nennen. Um den Zeitplan zu halten, müsse der Bund den Kohle-Ländern beim Gipfel "wirklich deutlich entgegenkommen", sagte Haseloff dem Sender.