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Bundespräsident - Chemnitz

Steinmeier: Chemnitz ist eine weltoffene und tolerante Stadt

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Chemnitz (dpa) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht in Chemnitz eine weltoffene und tolerante Stadt. Sie stehe mit der Technischen Universität für internationalen Austausch, "für die Vorurteilslosigkeit, die jeder Forscher braucht, und für ein Klima der Freiheit und Toleranz", sagte er dort am Sonntag vor dem Abschluss des 54. Bundeswettbewerbs "Jugend forscht". "Dass diese Werte hier ein Zuhause haben, sollten wir nicht vergessen." Er dankte zugleich den ostdeutschen Lehrern, die halfen, "Jugend forscht" erfolgreich gesamtdeutsch zu etablieren. Es gebe viele noch zu selten erzählte Geschichten, wie sie sich nach der Wende mit großem Engagement, Wissen und Erfahrung in die Organisation einbrachten.

Die wissenschaftliche Suche nach Lösungen für alte Probleme ist laut Steinmeier ebenso wichtig wie die "Fridays-for-Future"-Bewegung. "Ich glaube, wir brauchen viel Respekt für junge Menschen, die für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen und dabei nicht nur an sich selbst denken, sondern an die Zukunft der Menschheit." Mindestens ebenso nötig sei aber viel Hochachtung für die, die dann mit viel Ausdauer den Problemen auf den Grund gehen und als Wissenschaftler gute Wege in die Zukunft zeigen. "Erst ein Verständnis elementarer Vorgänge in Natur und Technik befähigt uns ja, soziale, ökonomische und kulturelle Folgen von wissenschaftlichen und technischen Fortschritten richtig einschätzen zu können."