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Behörden - Hamburg

Freikarten-Affäre: FDP Hamburg Nord will Akteneinsicht

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Hamburg (dpa/lno) - Die FDP in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord will in der Freikarten-Affäre um den Rolling-Stones-Auftritt 2017 in der Hansestadt umfassende Akteneinsicht beantragen. Das Bezirksamt solle den Mitgliedern der Bezirksversammlung unverzüglich Einsicht in sämtliche seit dem Jahr 2017 erstellten E-Mails, Akten, Vorgänge, Vermerke und sonstige Unterlagen, die im Zusammenhang mit dem Konzert stehen, zur Verfügung stellen, teilte die FDP-Nord am Sonntag mit. Auch sämtliche Verträge und vertragsähnliche Absprachen für Konzerte und Sportgroßveranstaltungen in der Sporthalle Hamburg sowie Stadtpark Open Air Konzerten sollten zur Verfügung gestellt werden.

Damit der Antrag auf Akteneinsicht Erfolg hat, müssen ihn nach Angaben der FDP ein Fünftel der 51 Mitglieder der Bezirksversammlung unterstützen. Am kommenden Sonntag wird in den Bezirken neu gewählt.

Das Bezirksamt Nord war kürzlich erneut in Zusammenhang mit Konzerten in das Visier der Ermittler geraten. Das Bezirksamt wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Freitag am Mittwoch durchsucht. In dem neuen Verfahren werde gegen den ehemaligen Leiter des Amtes, Harald Rösler (SPD), und einen weiteren Mitarbeiter ermittelt. Dabei gehe es um den Verdacht der Bestechlichkeit bei der Genehmigung einer Reihe von Konzerten in der Alsterdorfer Sporthalle seit 2013.