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Waldbrandgefahr in Sachsen steigt: 200 Brände im Vorjahr

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Chemnitz (dpa/sn) - Hitze und Trockenheit lassen die Waldbrandgefahr in Sachsen in den kommenden Tagen steigen. Während am Montag lediglich für den Norden des Landkreises Bautzen an der Grenze zu Brandenburg die höchste Waldbrandstufe 5 galt, wird sich die Situation bis zum Mittwoch noch verschärfen.

Laut einer Prognose des Staatsbetriebs Sachsenforst in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) wird die Stufe 5 ("sehr hohe Gefahr") in der Wochenmitte großflächig in den Kreisen Nordsachsen, Leipzig, Meißen Bautzen und Görlitz sowie in Dresden erreicht. Bis auf einige Regionen im Vogtland und im Erzgebirge soll dann im ganzen Land mindestens Waldbrandstufe 4 herrschen.

Verantwortlich ist das heiße und trockene Wetter, das laut Deutschem Wetterdienst bis zum Wochenende anhalten soll. Regen ist vorerst nicht in Sicht.

Im vergangenen Jahr hat es in Sachsen insgesamt 200 Waldbrände gegeben und damit fünfmal so viele wie 2017. Laut der Waldbrandstatistik von Sachsenforst hat es auf 240 Hektar gebrannt. Davon waren etwa 126 Hektar Nadelwald und 112 Hektar Laubwald betroffen. Durch die Brände wurden den Angaben zufolge 2370 Kubikmeter Holz mit einem Wert von fast 370 000 Euro vernichtet.

Bei 14 Feuern auf einer Fläche von 218 Hektar war Brandstiftung die Ursache. Häufigster Grund war mit 120 Fällen Fahrlässigkeit unter anderem durch Holzernte, Waldbesucher oder das Militär.