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So überleben viele Wildtiere extreme Schneemengen

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Hamburg (dpa) - Wildtiere haben verschiedenste Überlebensstrategien für hartes Winterwetter, doch bei einigen reichen sie nicht. Zahlreiche setzen auf Energiesparen: Eichhörnchen bleiben in Winterruhe in ihrem Bau und gehen erst bei besserem Wetter wieder auf Futtersuche. Der Rothirsch fährt ebenfalls seinen Stoffwechsel herunter, verharrt oft regungslos und benötigt dadurch weniger Nahrung. "Außerdem trägt der Hirsch wie viele andere Tiere seine eigene Thermokleidung", sagt Eva Goris von der Deutschen Wildtier Stiftung in Hamburg. Sein Fell besteht aus dicker Unterwolle, längerem Deckhaar und schließt Luft ein, die isoliert.

Lebensbedrohlich wird es für Wildtiere erst, wenn der Schnee längere Zeit liegen bleibt und sie wegen der hohen Schneedecke keine Nahrung finden. Wie lange Rehe und Hirsche ohne Futter auskommen, hängt von ihrer körperlichen Kondition ab. "Wer sich das Jahr über etwas angefressen hat, kommt wesentlich besser durch den Winter als ihre kranken oder schwachen Artgenossen", erklärt Goris. Von den toten Tieren profitierten aber Aasfresser wie Füchse und Bussarde: Wenn es taut, stärken sie sich an den verendeten Tieren.

Rehe und Hirsche sollte der Laie nach Angaben der Deutschen Wildtier Stiftung nicht füttern. Vögel, für die es schwer sei, Futter zu finden, sollte man aber helfen. "Das hat gleich den doppelten Effekt, dass man den Tieren durch eine schwere Zeit hilft und lernt, wer alles ans Futterhaus kommt", sagt Goris. Dort trifft man Körnerfresser wie Spatzen und Meisen an. Für Weichfresser wie Amseln sollte man auch aufgeschnittene Äpfel und Rosinen hinzulegen.