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Dauerregen in Bayern - Straßen gesperrt, Keller überflutet

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Weilheim/Rosenheim (dpa/lby) - Das Tief "Axel" hat mit Dauerregen in Bayern Flüsse und Bäche anschwellen lassen. Mancherorts waren am Dienstag Straßen und Gleise unpassierbar, Züge fielen aus. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor allem in Alpennähe vor extremen Niederschlägen - hier kommt auch die Schneeschmelze hinzu. In manchen Lagen könnten bis zu 180 Liter Regen pro Quadratmeter in 48 Stunden fallen, teilte der Hochwassernachrichtendienst Bayern mit.

Bei Murnau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen mussten Autofahrer ausweichen, mehrere Straßen waren überflutet. Auch in den Landkreisen Weilheim-Schongau und Berchtesgadener Land waren Straßen gesperrt. Der Hochwassernachrichtendienst rechnete vor allem im Süden, aber auch an der Donau mit weiterem Regen und steigenden Pegeln.

In den Landkreisen Kelheim, Landshut, Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau, Rosenheim und Garmisch-Partenkirchen herrschte schon am Mittag Warnstufe drei. Örtlich könne die höchste Hochwassermeldestufe vier erreicht werden, hieß es. Dann drohen Überschwemmungen bebauter Gebiete in größerem Umfang.

Teils musste die Feuerwehr ausrücken. In mehreren Gemeinden liefen Keller voll, ein andermal waren ein Baum umgestürzt oder die Fahrbahn verschmutzt. In Bad Tölz wurden laut Bayerischem Rundfunk an der Isar Hochwassersperren errichtet; in Peißenberg wurde vorsorglich das Sandsack-Befüllen begonnen. Auch an der Donau stiegen die Pegel. Das Wasserwirtschaftsamt Landshut gab eine Vorwarnung heraus: Wegen weiterer Niederschläge und der Schneeschmelze werde bis zum Abend am Pegel Kelheim an weiterer Anstieg erwartet.

Auf den Strecken Murnau-Garmisch-Partenkirchen und Erding-Markt Schwaben konnten zeitweise keine Züge fahren. Die Deutsche Bahn kündigte Ersatzverkehr an. Auf der Strecke Augsburg-Ulm waren nach einer Sperrung die Züge am Dienstagmittag wieder mit Tempo 70 unterwegs, es gab laut Bahn leichte Verspätungen.

Bis Dienstagmittag meldete die Polizei noch keine dramatischen Vorfälle. "Es ist noch nichts Nennenswertes passiert", sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Stefan Sonntag. Er appellierte an die Autofahrer, vorsichtig zu fahren. Ein Autofahrer sei an einer überfluteten Fahrbahn hängengeblieben - sein Wagen habe einen Motorschaden gehabt. Es gab auch schon Unfälle: Im Landkreis Rhön-Grabfeld stießen zwei Autos zusammen, da wegen des Regens die Fahrbahnmarkierungen nicht zu sehen waren.