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Unwetter - Berlin

Unwetter hält Feuerwehr in Atem: Wetterdienst warnt weiter

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa/bb) - Chaos an Berliner Flughäfen, Blitzeinschläge und vollgelaufene Keller: Wegen heftiger Gewitter war die Berliner Feuerwehr in der Nacht auf Mittwoch im Dauereinsatz. Um Mitternacht war der Ausnahmezustand "Wetter" ausgerufen worden. Dabei werden Einsätze je nach Wichtigkeit bearbeitet, nicht nach der Zeit des eingehenden Notrufes. Auch für Mittwoch gab der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung heraus.

Teile von Autobahnen und Straßenzüge wurden bereits in der Nacht überschwemmt. Im gesamten Stadtgebiet fielen außerdem Ampeln aus, wie die Verkehrsinformationszentrale mitteilte. An den Flughäfen Tegel und Schönefeld musste die sogenannte "Vorfeldabfertigung" am späten Dienstagabend bis in den Mittwochmorgen für mehrere Stunden eingestellt werden. Passagiere konnten weder in die Flugzeuge ein- noch aussteigen.

Nach einem Blitzeinschlag im Bereich Alt-Reinickendorf war der Zugverkehr der Linie S25 zwischen Gesundbrunnen und Tegel am Nachmittag unterbrochen.

Von Mitternacht bis 3.00 Uhr wurde die Feuerwehr zu rund 160 wetterbedingten Einsätzen gerufen, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Insgesamt kamen bis Mittwochnachmittag 250 Einsätze zusammen.

Stundenlang im Einsatz war die Feuerwehr unter anderem in der Kaskelstraße, Ecke Pfarrstraße in Lichtenberg. Dort habe der Regen mehrere Keller überschwemmt, hieß es. Der Einsatz dauerte am Mittwochnachmittag noch an.

In Berlin-Staaken schlug in der Nacht ein Blitz in einem Einfamilienhauses ein, es brannten Teile des Daches und Einrichtungsgegenstände.

Auch für Mittwoch gab der Deutsche Wetterdienst eine Warnung für Berlin heraus. Ab dem Nachmittag rechneten die Meteorologen mit heftigen Gewittern, die bis zur ersten Nachthälfte dauern sollten. Sie warnten vor großen Hagelkörnern, schweren Sturmböen und Starkregen. Für Donnerstag hingegen sei bis auf vereinzelte Schauer und kurze Gewitter mit einer Wetterberuhigung zu rechnen, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes.

Feuerwehrchef Karsten Homrighausen sagte am Mittwoch, der diesjährige Sommer fordere die Feuerwehr bereits jetzt schon deutlich stärker als 2018. Im vergangenen Jahr habe es wegen des konstant guten Wetters kaum Gewitter und Stürme gegeben und entsprechend auch keine großen Einsatzszenarien für die Feuerwehr. In diesem Jahr sei wegen der starken Gewitter bereits mehrere Mal der Ausnahmezustand ausgerufen worden.