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Unfälle - Berlin

Versicherer: Feuergefahr in Norddeutschland am höchsten

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Berlin (dpa) - Im Norden Deutschlands ist die Feuergefahr an Wohngebäuden nach einer Berechnung der Versicherungswirtschaft höher als im Süden. In Schleswig-Holstein etwa liege der Indexwert bei 147 Prozent des Bundesdurchschnitts und damit so hoch wie nirgendwo sonst in Deutschland, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft am Montag mit. Den niedrigsten Wert erreichte mit 71 Prozent des Bundesdurchschnitts der Regierungsbezirk Oberbayern. "Während im Norden Brandstiftungen eine größere Rolle spielen, bereiten Blitz- und Überspannungsschäden im Süden Probleme", teilte der Verband mit.

Der Feuerschaden-Index setzt sich demnach zusammen aus dem Verhältnis des Schadensaufwands der gezählten Feuerschäden pro Region und der Versicherungssumme aller versicherten Wohnhäuser in der Region. Schadensträchtige Gebiete seien im Norden etwa Mecklenburg-Vorpommern (135 Prozent des Bundesdurchschnitts) und Bremen (127).

Nach Angaben des Verbands blieb die Zahl der Schäden konstant, doch die durchschnittlichen Kosten pro Vorfall hätten sich erhöht. 1,2 Milliarden Euro seien 2018 insgesamt aufgewendet worden und damit rund 150 Millionen Euro mehr als im Jahr davor, hieß es.

Der Aufwand für einen durchschnittlichen Schaden habe 5730 Euro betragen, rund 700 Euro mehr als 2017. Deutschlandweit gebe es jedes Jahr rund 200 000 Feuerschäden an Wohnhäusern. Häufig entstünden Brände im Zusammenhang mit Elektrizität und infolge menschlichen Fehlverhaltens.