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Unfälle - Berlin

Fußgängerin bei Unfall mit Laster tödlich verletzt

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Berlin (dpa/bb) - Wieder ist in Berlin ein Mensch beim Rechtsabbiegen eines Lastwagens ums Leben gekommen. In Kreuzberg wurde laut Polizei am Montagvormittag eine 63-jährige Fußgängerin von einem Sattelzug erfasst, als sie die Skalitzer Straße überquerte. Sie sei noch am Unfallort gestorben. Der 38 Jahre alte Lkw-Fahrer wollte den Angaben zufolge von der Kottbusser Straße nach rechts abbiegen und erlitt einen Schock.

Die Frau ist nach Polizeiangaben bereits das siebte Unfallopfer, das seit Jahresbeginn auf Berlins Straßen ums Leben gekommen ist. Im vergangenen Jahr starben 34 Menschen bei Verkehrsunfällen - das war die niedrigste Zahl seit Jahrzehnten.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Abgeordnetenhaus, Antje Kapek, sagte nach dem Unfall: "Ich bin zutiefst bestürzt darüber, dass mittlerweile alle paar Tage in Berlin Fußgänger und Radfahrer Opfer von abbiegenden Lkw werden." Es sei "mehr als überfällig", eine Pflicht für Abbiege-Assistenten für Lastwagen einzuführen.

Der Verein Changing Cities rief für Dienstagabend zu einer Mahnwache an der Unfallstelle auf. Dabei solle der Getöteten gedacht und getrauert werden. Gleichzeitig würden die politisch Verantwortlichen aufgerufen, schnell etwas zum Schutz von Verkehrsteilnehmern vor abbiegenden Lastern zu tun. Der Verein hat maßgeblich den Volksentscheid Fahrrad auf den Weg gebracht und beansprucht, in Berlin das bundesweit erste Mobilitätsgesetz angestoßen zu haben.