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Terrorismus - Berlin

Lockerbie-Attentat: Schottland will Hilfe in Berlin

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Berlin (dpa/bb) - In den Ermittlungen zum Flugzeug-Attentat von Lockerbie 1988 liegt auch bei der Berliner Staatsanwaltschaft eine Bitte um Hilfe aus Schottland vor. Aufgrund des Rechtshilfeersuchens werden mehrere, mutmaßliche einstige Stasi-Mitarbeiter in Berlin vernommen, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag per Twitter mit. Nähere Einzelheiten könnten nicht mitgeteilt werden, hieß es.

Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, dass die schottischen Staatsanwälte der Frage nachgingen, ob Stasi-Agenten womöglich Teil der Terror-Verschwörung des ehemaligen libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi waren, der das Attentat angeordnet haben soll.

Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt (Oder) hatte fünf "europäische Ermittlungsanordnungen" erhalten. Ehemalige Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR seien aber nicht als Verdächtige verhört worden. "Es handelt sich ausschließlich um Zeugenvernehmungen", hatte eine Sprecherin betont.

Als der Jumbo-Jet der US-Fluggesellschaft Pan Am am 21. Dezember 1988 auf das Dorf Lockerbie stürzte, starben 270 Menschen, darunter elf Dorfbewohner. Bisher hat es nur eine Verurteilung in dem Fall gegeben: der libysche Geheimdienstoffizier Abdel Bassit al-Megrahi. Er starb 2012 an Krebs. Gaddafi wurde 2011 von Aufständischen getötet.