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Prozesse - Wiesbaden

Erste Zeugen im Mordprozess um getötete Ehefrau

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Wiesbaden (dpa/lhe) - Im Prozess um ein Liebespaar, das vor gut 22 Jahren eine Frau ermordet haben soll, hat das Wiesbadener Landgericht am Freitag erste Zeugen gehört. Zwei Rettungssanitäter schilderten ihren Einsatz im Oktober 1997. Die Frau habe bei ihrem Eintreffen zusammengekauert auf der Seite in einer leeren Badewanne gelegen, die Leichenstarre bereits eingesetzt gehabt, berichtete ein Zeuge. Schon damals sei ihm ein Behältnis an der Badewanne aufgefallen, das man für Vitamintabletten verwende. "War schon komisch der Einsatz", sagte der zweite Sanitäter. Die Angeklagten schwiegen zu den Angaben.

Das Paar soll laut Anklage gemeinsam eine 32 Jahre alte Frau ermordet haben, um an ihr Geld, eine Lebensversicherung sowie Immobilien zu kommen. Das Opfer war die Ehefrau des Angeklagten. Die 50 Jahre alte Frau und ihr 57-jähriger Geliebter aus Lorch im Rheingau stehen wegen gemeinschaftlichen Mordes aus Habgier vor Gericht. Sie sollen die Frau betäubt und dann in der Badewanne unter Wasser gedrückt haben.