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Prozesse - Osnabrück

Urteil im Prozess um Tod eines Babys für Juni geplant

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Osnabrück (dpa/lni) - Mehr als zweieinhalb Jahre nach dem Tod eines Babys in Georgsmarienhütte soll am 3. Juni das Urteil gegen den angeklagten Vater gesprochen werden. Das teilte das Landgericht Osnabrück am Dienstag mit. Dem 25-jährigen Deutschen hatte die Staatsanwaltschaft zu Prozessbeginn Totschlag vorgeworfen. Er habe im Oktober 2017 sein im Juli geborenes Kind so heftig hin und her geschüttelt, dass es zwei Tage später im Krankenhaus starb. (Az. 6 Ks 7/18)

Inzwischen deutet sich aber ein Freispruch des Angeklagten an, nach entsprechenden Plädoyers sowohl der Staatsanwaltschaft als auch der Verteidigung. Diese hatte darauf hingewiesen, dass laut einem im Prozess gehörten Gutachter das Kind eines natürlichen Todes gestorben sei. Auch für die Staatsanwaltschaft habe die Beweisaufnahme keinen eindeutigen Beweis für die Schuld des Angeklagten ergeben, sagte der Gerichtssprecher. Der Prozess war am 12. November 2018 gestartet.