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Prozesse - Neubrandenburg

Toter bei Raser-Unfall: Plädoyers erwartet

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Neubrandenburg (dpa/mv) - Am Landgericht Neubrandenburg ist der Prozess um einen tödlichen Raser-Unfall in Neubrandenburg fortgesetzt worden. Das Gericht wollte erst zwei Gutachten hören, darunter einen Dekra-Sachverständigen zur Unfallgeschwindigkeit, und später die Plädoyers entgegennehmen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 21 Jahre alten Angeklagten aus Neubrandenburg fahrlässige Tötung vor, obwohl viele Indizien für ein verbotenes Autorennen mit tödlichem Ausgang sprechen.

Der Neubrandenburger soll am 29. August 2017 abends mit seinem 270 PS starken Auto ein Rennen gegen eine Bekannten auf der ehemaligen Bundesstraße 96 im Norden der Stadt gefahren haben. Dabei habe er sich so stark auf das hinter ihm fahrende Auto konzentriert, dass er einen Fußgänger zu spät bemerkte. Der 33 Jahre alte Geschädigte starb am Unfallort. Dem 21-Jährigen drohen bei einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft. Ob der Prozess auch gleich abgeschlossen wird, war noch unklar.