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Prozesse - Mühlhausen/Thüringen

Totschlags-Prozess wegen unvollständiger Akten unterbrochen

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Mühlhausen (dpa/th) - Der Prozess um versuchten Totschlag gegen einen 33-Jährigen aus dem Kyffhäuserkreis ist am Freitag nach zweistündiger Verhandlung unterbrochen worden. Nach Verlesung der Anklage regten beide Verteidiger eine Aussetzung des Prozesses wegen angeblich unvollständiger Akten an.

Sie kündigten an, dass sich ihr Mandant erst zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft äußern werde, nachdem das Opfer ausgesagt habe. Das Landgericht Mühlhausen entschied daraufhin, den Prozess am 24. Januar 2019 fortzusetzen. In der Zwischenzeit sollen beide Anwälte die Originalakten einsehen und mit den bereits vorhandenen abgleichen.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, im vergangenen Jahr seine 37-jährige Ehefrau im gemeinsam bewohnten Haus geschlagen, getreten und mit einem Messer angegriffen zu haben. Bei der nächtlichen Attacke im April soll er unter anderem mit einem Stuhlbein die Frau schwer verletzt und geäußert haben, dass er seine Ehefrau abstechen werde. Die Ehefrau soll ein Schädelhirntrauma, eine Rippenfraktur und zahlreiche Schnittwunden sowie Hämatome erlitten haben. Der Angeklagte sitzt seit der Tat wegen Flucht- und Wiederholungsgefahr in Untersuchungshaft.