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Prozesse - Molfsee

Baby getötet: Psychiatrie für Angeklagten gefordert

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Kiel (dpa/lno) - Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines vier Wochen alten Babys hat der Verteidiger des angeklagten Vaters dessen Unterbringung in der Psychiatrie gefordert. Eine Jugendstrafe für den 19-Jährigen lehnte er ab, wie ein Gerichtspressesprecherin nach dem nicht-öffentlichen Plädoyer am Freitag sagte. Staatsanwältin und Nebenklage hatten wegen Mordes und schweren sexuellen Kindesmissbrauchs neben der Unterbringung elf beziehungsweise zwölfeinhalb Jahre Jugendstrafe gefordert. Der 19-Jährige soll das kleine Mädchen im April 2018 in einer Kieler Dachwohnung erst schwer missbraucht und dann umgebracht haben. Während der Tat stand er demnach unter Alkohol und bewusstseinsverändernden Drogen. Das Urteil wird am 25. Februar erwartet. Es soll öffentlich verkündet werden.