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Prozesse - Marburg

Mehr als 30 Zeugen in Frühchen-Prozess befragt

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Marburg (dpa/lhe) - Im Marburger Frühchen-Prozess hat das Landgericht mittlerweile mehr als 30 Zeugen vernommen. Am Donnerstag sprachen erneut vier Ärztinnen und berichteten unter anderem von den Abläufen auf der Neugeborenen-Intensivstation. Seit Ende Januar steht eine frühere Kinderkrankenschwester des Universitätsklinikums in Marburg unter anderem wegen versuchten Mordes vor Gericht.

Die Frau soll zwischen Dezember 2015 und Februar 2016 drei Frühchen unerlaubt Medikamente verabreicht und dadurch in lebensbedrohliche Zustände gebracht haben. Zwei Babys überlebten, ein Kind starb. Der Tod des Mädchens soll aber nichts mit den angeklagten Taten zu tun haben. Die Angeklagte schweigt weiterhin zu den Vorwürfen.

Das Landgericht Marburg verhandelte den Fall bislang an 19 Terminen. Nun steht eine einmonatige Pause an. Es ist die erste längere Unterbrechung in dem Prozess, der noch bis in das Jahr 2020 andauern soll. Die Verhandlung wird am 8. Mai fortgesetzt.