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Prozesse - Marburg

Angeklagte räumen Attacke auf Fußball-Fan ein

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Marburg (dpa/lhe) - Fans gegen Fan: Zwei junge Männer stehen vor dem Landgericht Marburg, weil sie den Anhänger eines anderen Fußballvereins fast zu Tode geprügelt haben sollen. Die beiden Angeklagten räumten zu Beginn des Prozesses über ihre Verteidiger die äußeren Tatumstände ein, wie ein Justiz-Sprecher am Freitag sagte. Die 20-Jährigen gaben demnach zu, eine Auseinandersetzung mit dem damals 22-Jährigen begonnen zu haben. Die Angeklagten sollen Schalke-Fans sein, ihr Opfer Anhänger von Borussia Dortmund.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten unter anderem versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor. Sie sollen bei einem Volksfest im vergangenen Juli im mittelhessischen Gladenbach (Kreis Marburg-Biedenkopf) den 22-Jährigen angegriffen, geschlagen und getreten haben. Der Mann ging zu Boden. Doch die beiden sollen weitergemacht und ihr Opfer sogar gegen den Kopf getreten haben. Der junge Mann wurde schwer verletzt.

Die Anklage geht vom Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe aus. Die 20-Jährigen sollen ihr Opfer attackiert haben, weil es Fan eines vermeintlich "falschen" Fußballvereins gewesen sei. Dem Sprecher zufolge erklärten die Angeklagten ihr Bedauern über die Tat und entschuldigten sich. Der Prozess wird fortgesetzt.