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Prozesse - Lübeck

Prozess um angebliche Entführung beginnt mit Geständnis

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Lübeck (dpa/lno) - Mit einem Geständnis hat in Lübeck der Prozess um eine angebliche Entführung und weitere Straftaten begonnen. Der Angeklagte habe damals in einer Scheinwelt gelebt und bereue die Taten, sagte der heute 39-Jährige am Mittwoch am Landgericht. Er war im Oktober 2018 verletzt und gefesselt auf einem Friedhof in Timmendorfer Strand gefunden worden. Bei der Polizei behauptete er damals, er sei überfallen und erst nach mehreren Tagen auf dem Friedhof freigelassen worden.

Bereits im Sommer 2017 hatte er sich mit Hilfe gefälschter Zeugnisse eine Stelle als Leiter einer Betreuungseinrichtung des Kinderschutzbundes erschlichen. Er habe gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeiten wollen, aber mit seinem Hauptschulabschluss keine Chance dafür gesehen, sagte er. Der Prozess wird am 30. Januar mit einer Zeugenvernehmung fortgesetzt. Danach sollen voraussichtlich die Plädoyers gehalten werden.