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Prozesse - Krakow am See

Lkw-Fahrer nach Unfall mit zwei Toten freigesprochen

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Güstrow (dpa/mv) - Mehr als dreieinhalb Jahre nach dem schweren Verkehrsunfall mit zwei Toten in Krakow am See ist ein Lkw-Fahrer vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen worden. Ihm habe nicht nachgewiesen werden können, dass seine Verkehrsverstöße zu dem Unfall im Landkreis Rostock geführt hatten, teilte ein Sprecher des Amtsgerichts Güstrow am Donnerstag mit. Bei dem Unfall im August 2015 waren zwei 18 und 19 Jahre alte Männer ums Leben gekommen.

Der Sattelschlepper des heute 31 Jahre alten Lkw-Fahrers kollidierte damals an einer Kreuzung mit dem Auto. Zwei weitere Insassen des Wagens überlebten schwer verletzt, darunter der Fahrer. Er wurde dem Gericht zufolge später wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

Der jetzt angeklagte Mann sei einem Gutachten zufolge zwar sieben Stundenkilometer zu schnell gefahren und habe vor dem Unfall zu spät reagiert. Es habe aber nicht bewiesen werden können, dass er den Unfall hätte vermeiden können, wenn er sich an die Höchstgeschwindigkeit gehalten und sofort gebremst hätte. Deshalb sei er - im Zweifel für den Angeklagten - am Mittwoch freigesprochen worden, hieß es.