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Prozesse - Köln

Wache der Bundespolizei geflutet: Verurteilung zu Geldstrafe

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Köln (dpa/lnw) - Ein Mann, der vor rund zwei Jahren die Bundespolizeiwache am Kölner Hauptbahnhof überschwemmt hat, ist jetzt zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der 32-Jährige wurde am Donnerstag wegen Missbrauchs von Notrufen und vorsätzlicher Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 25 Euro verurteilt - insgesamt 1250 Euro. Das Amtsgericht Köln stellte aufgrund der Alkoholisierung von rund zwei Promille zum Tatzeitpunkt eine eingeschränkte Schuldfähigkeit fest.

Der 32-Jährige war am frühen Morgen des 1. Mai 2017 von Polizisten mit zur Wache genommen worden, nachdem er zuvor grundlos in einer S-Bahn die Notbremse gezogen hatte. In einem unbeobachteten Moment riss der Mann einen Sprinkler aus der Decke. Daraufhin schoss Wasser in die Wache und flutete beinahe ihr gesamtes Erdgeschoss.

Der Sprinkler hatte erst nach mehreren Minuten wieder abgestellt werden können. Eine genaue Schadenssumme stellte das Gericht nicht fest. Der Dienststellenleiter der Bundespolizeiwache bezifferte den Schaden mit rund 140 000 Euro.

Seit dem Vorfall arbeiten die Bundespolizisten in einer provisorischen Dienststelle in Containern auf dem Bahnhofsvorplatz. Laut dem Dienststellenleiter ist der Schaden zwar seit November 2017 behoben. Doch seither wurden die Räumlichkeiten demnach nur noch als Ausweichräume genutzt, weil sie die Arbeitsstättenverordnung nicht mehr erfüllten.