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Prozesse - Köln

Stiefvater mit Axt erschlagen: Lange Haftstrafe für Täter

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Köln (dpa/lnw) - Bei einem Eifersuchtsdrama hat ein 27-Jähriger in Köln vor neun Monaten seinen Stiefvater mit einer Axt erschlagen. Wegen Totschlags verurteilte ihn das Landgericht Köln am Montag zu einer achteinhalbjährigen Haftstrafe. Er hatte die Tat im Prozess gestanden. Hintergrund war laut Urteil ein lange währendes Eifersuchtsdrama zwischen der Mutter des Verurteilten und dem späteren Opfer.

Der 27-jährige Deutsche, der im Haus der Mutter und des Stiefvaters eine eigene Wohnung hatte, war im April 2018 in einen Streit zwischen den beiden eingeschritten. Die Situation eskalierte und es kam zu einem Kampf zwischen den Männern. Dabei nahm der 27-Jährige eine sogenannte Dekorationsaxt und schlug zwei Mal zu. Er traf seinen Kontrahenten im Kopfbereich. Das Opfer starb noch am Tatort.

Der Stiefvater habe zuvor nicht verwinden können, dass seine Frau fremdgegangen war, hieß es in der mündlichen Urteilsbegründung. Außerdem habe das spätere Opfer seine Frau wiederholt beschuldigt, sie habe ihn bei einem Kroatienurlaub vergiften wollen. Untersuchungen durch kroatische und deutsche Behörden hatten die Vorwürfe aber nicht erhärten können.

Mit dem Urteil entsprach das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf eine vierjährige Haftstrafe plädiert.