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Prozesse - Hamburg

Vierfache Mutter mit Messer getötet: Prozess gegen Ehemann

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Hamburg (dpa/lno) - In einem Prozess vor dem Landgericht Hamburg geht es von Dienstag (9.15 Uhr) an um einen tödlichen Messerangriff auf eine vierfache Mutter. Die 42-Jährige war nach Angaben der Polizei am 5. Dezember vergangenen Jahres blutüberströmt von ihrem damals elfjährigen Sohn gefunden worden. Sie lag leblos im Schlafzimmer der Wohnung im Stadtteil Altona-Nord. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, hatte sie 50 Schnitt- und Stichverletzungen im Gesicht, am Hals und am Oberkörper erlitten. Den getrennt lebenden Ehemann hatte die Polizei noch am Abend an seinem Wohnort im Stadtteil Dulsberg festgenommen.

Der 50-jährige Deutsche ist nun wegen Totschlags angeklagt. Er soll seine Frau am frühen Morgen des Tattages in ihrer Wohnung aufgesucht haben. Zunächst hätten sich die beiden nur verbal gestritten. Dann soll der Angeklagte zu einem mitgeführten Messer mit einer zehn Zentimeter langen Klinge gegriffen und die Frau tödlich verletzt haben.

Ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes sowie der Kinder- und Jugendnotdienst hatten die vier Kinder, die damals 7, 11, 14 und 18 Jahre alt waren, betreut. Die beiden jüngeren Kinder waren nach Angaben eines Gerichtssprechers gemeinsame Söhne der Eheleute.

Das Gericht hat insgesamt zehn Verhandlungstermine angesetzt. Mit der Vernehmung von Zeugen will die Strafkammer am Freitag (24. Mai) beginnen.