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Prozesse - Gießen

Land klagt bei Ex-Mitarbeiter rund 570 000 Euro ein

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Gießen (dpa/lhe) - Nach angeblich erfundenen Transportfahrten für Asylbewerber muss ein früherer Mitarbeiter der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge dem Land Hessen rund 570 000 Euro zahlen. Das entschied das Arbeitsgericht Gießen am Dienstag. Der Mann soll zwischen Oktober 2015 und Januar 2017 nicht stattgefundene Fahrten abgerechnet haben, zugunsten eines Taxiunternehmens. Nach Angaben des Gerichts wurde der Mann in Abwesenheit verurteilt, die Entscheidung ist aber noch nicht rechtskräftig.

Vor dem Arbeitsgericht ging es allein um die zivilrechtliche Bewertung des Falls. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in strafrechtlicher Hinsicht gegen den früheren Mitarbeiter der Erstaufnahmeeinrichtung. Es geht dabei um den Verdacht der Untreue sowie Vorteilsnahme. Die Ermittlungen, die sich auch gegen den Taxiunternehmer richten, sind noch nicht abgeschlossen, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte.