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Prozesse - Frankfurt am Main

Mutmaßlicher Extremist von Staatsschutzsenat freigesprochen

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Ein mutmaßlicher Extremist und Mitglied einer Terror-Vereinigung ist am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht Frankfurt freigesprochen worden. Dem 24-Jährigen aus Somalia war versuchter Mord und Beihilfe zum Mord vorgeworfen worden. Zudem wurde er als Mitglied der somalischen IS-Organisation "Al-Shabaab" angesehen. Der Staatsschutzsenat kam aber zur Überzeugung, dass dem Angeklagten die Tatvorwürfe nicht nachgewiesen werden konnten. Sowohl der Generalbundesanwalt als auch die Verteidigung hatten Freispruch beantragt.

Die Generalbundesanwaltschaft hatte dem Angeklagten zunächst vorgeworfen, zwischen Mai und September 2012 in Somalia als Jugendlicher tatmehrheitlich drei Straftaten begangen zu haben, nachdem er sich dort einer Waffenausbildung unterzog. Er soll unter anderem versucht haben, eine Zielperson zu erschießen. Da er sie aber nur verletzte, wurde er wegen seines Versagens von der Organisation inhaftiert. Ihm gelang jedoch die Flucht nach Europa.

Zu den Vorkommnissen und Tatvorwürfen machte der Angeklagte während der zehn Verhandlungstage seit Oktober keine Angaben vor Gericht. Zuvor hatte er sich der Taten selbst bezichtigt, um Asyl zu erhalten, wie das Gericht mitteilte. Später hatte er sich davon distanziert.