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Prozesse - Frankfurt am Main

Messerangriff auf Bahnsteig: Zweieinhalb Jahre Haft

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Nach einer lebensgefährlichen Messerattacke aus Ärger über öffentlich ausgeübten Geschlechtsverkehr ist ein 21 Jahre alter Italiener am Donnerstag in Frankfurt zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht ging von gefährlicher Körperverletzung und nicht - wie angeklagt - von versuchtem Totschlag aus, weil der Täter von sich aus nach vier Stichen in den Rücken die Attacke beendet hatte.

Der Angeklagte hatte sich im Mai vergangenen Jahres auf dem Bahnsteig von Oberursel (Taunus) darüber mokiert, dass der später Verletzte an einem Container Sex mit seiner Lebensgefährtin hatte. In der S-Bahn kam es zu Auseinandersetzungen, die nach dem Ausstieg am Bahnhof von Frankfurt-Rödelheim in der Messerattacke endeten. Strafmildernd bewertete die Schwurgerichtskammer dabei den Umstand, dass der Angeklagte von seinem Kontrahenten massiv provoziert worden sei. So habe er ihm unter anderen mit einer "Stinkefinger" bedacht und später mit Steinen nach ihm geworfen.

Im Strafmaß blieb das Gericht hinter dem Antrag der Staatsanwaltschaft von dreieinhalb Jahren zurück. Die Verteidigung hatte dagegen einen Freispruch gefordert. Eine Notwehrsituation aber sahen die Richter im Urteil nicht.