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Prozesse - Frankfurt am Main

Fünf Jahre Haft für Serie von Überfällen

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Ein 46 Jahre alter Serienräuber ist am Montag vom Landgericht Frankfurt zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte im Dezember vergangenen Jahres innerhalb weniger Tage ein Mal ein Geschäft für Tiernahrungsmittel und in zwei Fällen ein Schnellrestaurant im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim überfallen. Als Tatfahrzeug benutzte der Malermeister ein Fahrrad. Maskiert und mit einer Schreckschusspistole bewaffnet, rief er "Kassen auf, sonst ballerts" und flüchtete bei den beiden ersten Taten mit rund 1000 beziehungsweise 1200 Euro Bargeld. Beim zweiten Überfall auf das Restaurant konnte er überwältigt werden.

Der Mann hat ein massives Drogenproblem. Obwohl er bereits seit dreißig Jahren Rauschgift konsumiert und nach dem Verlust seiner Arbeitsstelle wieder in die Drogenszene abgerutscht war, hatte er bis heute keine Vorstrafen. Dies wurde ebenso wie sein Geständnis strafmildernd berücksichtigt. Die Richter ordneten darüber hinaus eine Drogentherapie an, die der Angeklagte nach sechs Monaten Untersuchungshaft sofort antreten könnte. Das Urteil ist aber noch nichts rechtskräftig.