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Prozesse - Frankfurt am Main

Freispruch nach blutiger Attacke mit Teppichmesser: Notwehr

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Nach einer blutigen Attacke mit einem Teppichmesser ist eine 48 Jahre alte Frau am Dienstag in Frankfurt vom Vorwurf des versuchten Totschlags freigesprochen worden. Das Landgericht ging in seiner Entscheidung von Notwehr aus, nachdem der später Verletzte den Lebensgefährten der Frau zuvor massiv gewürgt und geschlagen hatte und die Frau ihm zu Hilfe kam.

Der 26 Jahre alte Mann hatte eine mehrere Zentimeter lange Schnittwunde quer über den Oberbauch bis zum Kinn erlitten, war aber nicht lebensgefährlich verletzt worden. Vor Gericht wurde er als äußerst aggressiv beschrieben. Schon im Vorfeld der Tat habe er die Frau massiv misshandelt, weil sie ihm einmal statt der erhofften Frikadellen Würstchen zum Abendessen vorgesetzt habe. Auch am Tattag im Februar 2017 entzündete sich der Streit an Nichtigkeiten. Auch die Staatsanwaltschaft beantragte einen Freispruch, so dass das Urteil voraussichtlich rechtskräftig wird.