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Prozesse - Frankfurt am Main

Diebstahl auf Münzmesse: Angeklagte streiten Vorwürfe ab

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Vier Angeklagte haben vor Gericht bestritten, bei einer Münzmesse auf dem Frankfurter Messegelände Gold- und Silbermünzen im Wert von rund 30 000 Euro gestohlen zu haben. Seit Mittwoch haben sich die zwischen 34 und 44 Jahre alten Männer vor dem Amtsgericht Frankfurt zu verantworten. Laut Anklage stiftete das Quartett im Oktober 2016 zunächst Unruhe am Stand eines Ehepaares, indem es verschiedene Ausstellungsstücke auf den Boden warf. Die Ablenkung der Geschäftsleute sollen die Männer ausgenutzt haben, um eine Schachtel mit insgesamt 51 Münzen zu schnappen.

Drei der Angeklagten waren bereits beim Verlassen der Messehalle von der Polizei kontrolliert worden. Der vierte Mann soll zunächst mit der Münzschachtel geflohen sein, die er an einem nahen Taxistand jedoch weggeworfen haben soll. Vor Gericht bestritten die Angeklagten die Tat - und brachten vielmehr neue Verdächtige ins Spiel: Als Diebe kämen auch eine Gruppe von Rumänen in Frage, die sich in der Nähe des Standes aufgehalten haben soll. Die bei der Polizei abgelegten Geständnisse wurden damit widerrufen.

Das Gericht sah sich veranlasst, weitere Zeugen zu laden, und setzte neue Verhandlungstermine im Mai fest. Auch die bestohlenen Eheleute, die kurz nach der Tat die Münzen zurückbekommen hatten, sollen geladen werden.