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Prozesse - Duisburg

Tödlicher Vaterschaftsstreit? Angeklagter schweigt

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Duisburg (dpa/lnw) - Nach dem gewaltsamen Tod eines 47-jährigen Duisburgers muss sich ein Bekannter des Opfers seit Montag vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Männer über die Vaterschaft eines heute dreijährigen Mädchens gestritten haben. Dabei soll sich der Angeklagte zunächst auf sein Opfer geworfen und es dann erwürgt haben. Die Anklage lautet auf Totschlag.

Zum Prozessauftakt vor dem Duisburger Schwurgericht schwieg der 38-jährige zu den Vorwürfen. Nach seiner Festnahme hatte er die Tat im Gespräch mit einem Psychiater allerdings bestritten. Der seit Jahren arbeitslose Krankenpfleger will in der Tatnacht demnach zu Hause bei seiner Lebensgefährtin gewesen sein. Zudem habe er gar keinen Grund gehabt, seinem Bekannten etwas anzutun. Man sei befreundet gewesen und habe sich gegenseitig geholfen. "Dass ich nicht der Vater meiner Tochter sein soll, ist absurd", soll der 38-Jährige dem Psychiater nach der Festnahme gesagt haben. Er habe mit der ganzen Sache nichts zu tun.

Das Opfer war im Duisburger Stadtteil Friemersheim kein Unbekannter. Der 47-jährige Frank M. war einer der Protagonisten der RTL2-Serie "Hartz und herzlich". Das Duisburger Schwurgericht hat für den Prozess zunächst noch sechs Verhandlungstage bis zum 11. Juni vorgesehen.