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Prozesse - Celle

Weiterer mutmaßlicher PKK-Funktionär kommt vor Gericht

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Celle (dpa/lni) - Ein weiterer mutmaßlicher Unterstützer der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) muss sich von heute an vor dem Oberlandesgericht Celle verantworten. Dem 57 Jahre alten Türken wird vorgeworfen, von März 2014 bis Ende Juni 2015 für die PKK in der Region Salzgitter in leitender Funktion tätig gewesen zu sein. Als Gebietsleiter der PKK regelte er den Ermittlungen zufolge etwa Organisatorisches und kümmerte sich auch um finanzielle, personelle und propagandistische Angelegenheiten. Für den Prozess sind 15 Verhandlungstage bis Ende Mai vorgesehen.

Seit Mitte Januar steht bereits ein 43-jähriger mutmaßlicher PKK-Anhänger vor dem Oberlandesgericht. Er soll im Raum Oldenburg für die als Terrororganisation eingestufte PKK tätig gewesen sein. Der Mann wies den Vorwurf vor Gericht zurück. Allerdings wolle er sich als Kurde artikulieren, wobei seine Aktivitäten als terroristisch abgestempelt würden. Ein Urteil soll am 23. März fallen.

Der Verfassungsschutz beobachtet die PKK in Niedersachsen wie auch anderswo seit langem. Pro Jahr sammelt sie in Deutschland mehrere Millionen Euro Spendengelder ein, die für Kämpfer und Waffen benötigt werden.